Kaufnebenkosten

 

Kaufnebenkosten

Nebenkosten bei einem Immobilienkauf. Bei dem Kauf einer Immobilie fallen neben dem reinen Kaufpreis zusätzliche Kosten und Gebühren an. Diese werden als Kaufnebenkosten bezeichnet. Einen Überblick darüber, was alles zu den Kaufnebenkosten zählt und mit welcher Höhe dieser Kosten zu rechnen ist, finden Sie hier:

Kaufnebenkosten lassen sich in zwei Bereiche gliedern. Zum einen die Kosten im Rahmen der Beurkundung des Kaufvertrages und zum anderen individuelle Kosten, die je nach Objekt unterschiedlich ausfallen können. Zu den Kosten im Rahmen der Beurkundung zählen die Notar- und Grundbuchkosten, die Maklerprovision und die Grunderwerbsteuer.

  • Notar- und Grundbuchkosten: Für das Erstellen eines notariellen Kaufvertrages, der Beurkundung und der Eintragung im Grundbuch fallen etwa 1,5 bis 2 % des Kaufpreises an.
  • Maklerprovision: Die Maklerprovision beträgt in der Regel 5,95 % inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
  • Grunderwerbsteuer: Die Grunderwerbsteuer ist je nach Bundesland verschieden. In Niedersachsen liegt die Grunderwerbsteuer aktuell bei 5,0 % des Kaufpreises (Stand Januar 2019).

Zu den individuellen Kosten gehören Gutachten, Umzugskosten, Kosten für eine neue Einrichtung oder Renovierungs- und Modernisierungskosten.

  • Gutachten: Bei älteren schwer einzuschätzenden Immobilien empfiehlt es sich, vorab ein Gutachten der Immobilie erstellen zu lassen und den genau Wert und den Renovierungs-/Sanierungsaufwand der Immobilie ermitteln zu lassen. Beauftragt der Käufer einen Gutachter, ist diese Dienstleistung durch ihn zu bezahlen.
  • Renovierungs- und Modernisierungskosten: Diese Kosten sind abhängig vom Zustand der Immobilie und den persönlichen Ansprüchen der Käufer. Es ist zu empfehlen, ähnlich wie bei einer Eigentümergemeinschaft, monatliche Rücklagen für Ihre neue Immobilie zu bilden, um aus dieser Rücklage anfallende Reparaturen bestreiten zu können. Empfohlen werden etwa 50 Cent pro Quadratmeter monatlich bei Neubauten und bei Altbauten etwa das Doppelte. So kämen Sie bei einer neuwertigen Immobilie mit 130 m² Wohnfläche auf 780 €, die Sie jährlich sparen sollten.
  • Bewirtschaftungskosten: Auch nach dem Kauf und den abgeschlossenen Renovierungsarbeiten fallen natürlich Kosten für Ihre Immobilie an. Mit dem Begriff Bewirtschaftungskosten werden alle laufenden Kosten zusammengefasst, die für die Nutzung Ihrer Immobilie anfallen. Hierzu zählen nicht nur Kosten wie Heiz-, Strom- und Wasserkosten, sondern auch Versicherungen, die jährliche Grundsteuer, gegebenenfalls Straßenausbaubeiträge und Instandhaltungskosten für Ihre Immobilie.

Die Bewirtschaftungskosten gehören zwar nicht direkt zu den Kaufnebenkosten, sollten jedoch vor der Entscheidung eines Immobilienkaufes nicht außer Acht gelassen und gut eingeplant werden.

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